Werkrealschulstandorte sollten erhalten bleiben

Der Rektorenrat der Primar- und Sekundärschulen I und Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren gab in einem Schreiben an Stadt und Gemeinderat zur Schulentwicklung in Heilbronn eine Stellungnahme ab.

Darin heißt es:

  • Alle Werkrealschulstandorte sollten erhalten bleiben: Albrecht-Dürer-Schule – Neckargartach, Rosenauschule – Innenstadt, Wilhelm-Hauff-Schule – Innenstadt
  • Rosenauschule: Die Erweiterung des Standortes als großes Grundschulzentrum führt vermutlich zur Bildung eines Brennpunktstandortes.
  • Der Grundschulstandort Adelberger Straße sollte unbedingt überdacht werden: kein Schulhof am Haus, WC-Anlagen nicht ausreichend, keine entsprechende Raumgröße für Klassenräume, keine Turnhalle, zu wenig Bewegungsmöglichkeiten für GS-Kinder.
  • Ludwig-Pfau-Schule sollte als eine eigenständige Grundschule am bisherigen Standort erhalten bleiben.
  • Neuverortung der Neckartalschule erzeugt nicht die angedachte Entlastung der Grünewaldschule. Der angedachte Erweiterungsbau mit mindestens 8 Klassenzimmern

sollte an der Grundschule Alt-Böckingen erfolgen, wenn die Grundschule auf 4,5 Züge erweitert werden soll, sowie die Einrichtung einer Mensa.

  • Erweiterung SBBZ Paul-Meyle-Schule, um ausreichend Klassenzimmer, Sozialräume sowie Räume für die erweiterte Betreuung zu erhalten
  • Kleine dezentrale Standorte für Grundschulen, Werkrealschulen und SBBZ sind an den Bedürfnissen der Schüler und Schülerinnen und ihrer Familien orientiert und müssen erhalten bleiben.
  • In der Werkrealschule ist das Beziehungslernen (Schülernähe) fundamental, deshalb sind kleinere Einheiten elementar
  • WRS werden nach Erreichbarkeit gewählt. Bei zu großen Standorten besteht die Gefahr der Schaffung eines Brennpunktes, der das Beziehungslernen zusätzlich erschwert (fehlende Kontrolle bei zu großen Einheiten, mehr Gewaltvorkommnisse, ggf. mehr § 90 Maßnahmen, mit welchen Folgen für die Schüler?)
  • Mischung aus Grundschülern und Werkrealschülern positiv für Wahlverhalten der weiterführenden Schule und für die kontinuierliche pädagogische Arbeit im Alltag (Prävention / Lernhilfen / Weiterführung von Jugendhilfemaßnahmen etc.)
  • Schulen für lernschwache Schüler sollten wohnortnah sein und somit über das gesamte Stadtgebiet verteilt liegen
  • Die weiterführenden Schulen werden überwiegend nach Erreichbarkeit ausgewählt. Wir bräuchten in allen 4 Himmelsrichtungen eine WRS.
  • Realschulen sind nicht der geeignete Lernort für WRS-Schüler (Unterricht und Bewertung in Klasse 5 und 6 nur auf mittlerem Niveau) – bei „falscher“ Schulwahl der Eltern – erhöhte Quote an Kindern die scheitern.
  • Lehrer stellen schneller Versetzungsanträge von Heilbronn weg, wenn Zukunft der jeweiligen Schulen ungewiss.
  • Verbundschulen und Stadtteilschulen sollten weitergedacht werden.
  • Wenn jetzt GS-Plätze gebraucht werden, dann werden 4 Jahre später auch Sekundarplätze benötigt
  • Um GMS, die alle Niveaus anbieten kann, aufzuwerten, sollte über einen gymnasialen Zug in GMS nachgedacht werden.
  • Zur Weiterführung der WRS müssen diese Schulen ein gutes Image erhalten dazu gehören konzeptionell, räumlich gut ausgestattete Schulgebäude
  • In der WRS stehen laut Kontingentstundentafel mehr Stunden Deutsch und mehr Stunden Mathematik zur Verfügung als in der RS und GMS. Das bedeutet mehr Zeit zur Förderung und Vertiefung.

Das zuständige Schul-, Kultur- und Sportamts teilt dazu mit, daß es „an dieser Stelle auf eine differenzierte Stellungnahme“ verzichten wolle.
Die aufgelisteten Punkte seien bekannt und würden in die weiteren Diskussionen einfließen bzw. seien bereits Bestandteil der aktuellen Beratungen: „Wir erlauben uns nur den Hinweis, dass die Schulart Werkrealschule in Heilbronn zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt wurde. Ganz im Gegenteil: Die geplanten Vorhaben dienen der Stärkung und Akzeptanz dieser Schulart und der Heilbronner Werkrealschulen“, so die Amtsleiterin Karin Schüttler dazu.

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