* Mangelhafter Fußgängerüberweg: Tödlicher Unfall

Stadt hat keine Eile – Petition eingereicht

Am 17.9.2018 starb laut Polizeibericht gegen 10.45 Uhr ein 80-jähriger Fußgänger, der mit seinem Rollator die B 293 in der Nähe der Bahnüberquerung zum Berufsschulzentrum in Böckingen einen mangelhaft ausgestatteten Fußgängerüberweg überqueren wollte und dabei von einem Lkw erfasst und hierbei auf tragische Weise getötet wurde.

Die Gefährlichkeit des Überweges liegt daran, daß die Fußgänger zwar mit einem Druckknopf eine Ampel zum Stoppen des Verkehrs drücken können, aber selbst kein Lichtzeichen haben, das ihnen selbst anzeigt, welche Phase für sie gerade gültig ist. Das führt laut Anwohnern immer wieder zu gefährlichen Situationen, die jetzt sogar tödlich endete, weil der 80Jährige mit seinem Rollator zugleich auf die Straße trat, als ein LKW anfahren wollte und ihn dabei erfaßte.

Die Stadt Heilbronn hat keine Eile, den Mißstand eines mangelhaften Fußgängerüberweges zu beseitigen.
Offenbar nehmen die dafür Verantwortlichen im Dezernat des Baubürgermeisters Hajek einen weiteren schweren Unfall billigend in Kauf.

Jetzt hat PRO-Stadtrat Alfred Dagenbach bereits Anfang Dezember im Namen der Bürgerbewegung PRO Heilbronn beim Landtag von Baden-Württemberg eine Petition eingereicht, nachdem außer vagen Absichtserklärungen zur Sache bislang nichts passiert.

Alfred Dagenbach ist jetzt sehr gespannt, was nun der Petitionsausschuß daraus machen und wie er seine Entscheidung begründen wird: „Es wird sich auf jeden Fall zeigen, ob und wie man sich herauswinden wird und wie glaubhaft die von Parteipolitikern immer wieder behauptete Bürgernähe wirklich ist. Bei der Verwaltungsspitze der Stadt Heilbronn gibt es diese jedenfalls nicht …

Die Petition lautet:

Wir bitten Sie um rasche Abhilfe zur Vermeidung weiterer Personenschäden an einem äußerst mangelhaft eingerichteten Fußgängerüberweg, der im Heilbronner Stadtteil Böckingen die verkehrlich stark belastete B 293 (Großgartacher Straße) kreuzt.
Die Stadtverwaltung Heilbronn hat dazu keine Eile, entsprechende Maßnahmen wie z.B. eine Absperrung des gefährlichen Überweges bis zur vorgeblich geplanten Neueinrichtung vorzunehmen, so daß sich ein schwerer Unfall jederzeit wiederholen kann.

Begründung:

In der Großgartacher Straße in Heilbronn-Böckingen wurde am 17.9.2018 laut Polizeibericht gegen 10.45 Uhr ein 80-jähriger Fußgänger von einem Lkw erfasst und hierbei getötet.
Laut Zeugenaussagen überquerte der Mann mit einem Rollator die Fahrbahn von der südlichen, stadteinwärtsführenden Seite, während ein Lkw, beim Abschalten der „Rot“ anzeigenden Ampel losfuhr und lief dabei zeitgleich direkt in den LKW hinein.

Bei der Ampel handelte es sich um die vorgeschaltete Ampel im Bereich der Stadtbahn Haltestelle Berufsschulzentrum.
Der Bereich bis zur eigentlichen Fußgängerampel erstreckt sich hier auf circa 50 Meter.

Der 80-Jährige wollte unmittelbar vor dem, aus seiner Sicht noch stehenden Lkw, die Fahrbahn überqueren. Zeitgleich mit dem Umschalten der vorgeschaltenen Ampel (im Gegensatz zur Polizeimeldung gibt es an dieser Stelle nur eine Gelb- und Rot-Phase) befand sich der Mann vor dem Lkw und wurde überrollt.
Der Fußgänger erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.
Ursache ist die völlig falsche Einrichtung dieses Fußgängerüberweges, bei dem zwar durch einen Druckknopf die Ampelanlage für den Kfz-Verkehr auf „Rot“ geschaltet wird, der Fußgänger an der Unfallstelle aber selbst keinerlei Hinweis dafür hat, ob, wann und wie lange die Straße für ihn überquerbar ist.
Ein Autofahrer ist überfordert, wenn er einen Fußgänger zunächst stehen sieht und dieser in Unkenntnis der zum gleichen Zeitpunkt freigeschalteten Ampel plötzlich losläuft, wie hier geschehen.
Ausflüchte und Hinweise auf falsch angewandte Vorschriften bringen die dafür zuständigen – auch sich gegenseitig unterstützenden – Behörden dafür nicht aus der Verantwortung, obwohl es laut Berichten von Anwohnern schon mehrmals gefährliche Situationen und auch Unfälle gegeben hat, ohne daß darüber berichtet wurde oder durch diese gar für Abhilfe gesorgt wurde.
Auch werde regelmäßig im Bereich vor der Anlage auf dem nördlichen Gehweg – selbst mit LKW – so geparkt, daß die Sicht der Fußgänger – zumeist Schüler(!) – [ zusätzlich verkehrsgefährdend! ] behindert wird, ohne daß konsequent eingegriffen werde.

Dies wurde der Stadtverwaltung Heilbronn mit Schreiben vom 19.9.2018 mitgeteilt und beantragt:

  • Die Ampelanlage wird umgebaut und in einen voll funktionsfähigen einen Zustand mit Gelb-Rot-Grünphase und Rot-Grün-Anzeige für Fußgänger versetzt.
  • Es wird für ausreichenden Abstand der Haltelinie zur Ampel gesorgt, so, daß wartende Fußgänger besser erkannt werden können.
  • Es werden – soweit zugelassen – zusätzlich Markierungen („Zebrastreifen“) vor der vorgeschalteten Ampel angebracht.
  • Es wird im Bereich der Fußgängeranlage die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt.
  • Die Sicherheit wird in Bezug auf sichtbehindernde Falschparker erhöht.

In der Anlage wurden 2 Bilder beigefügt:


Bild 1


Bild 2


Lageplan 5

Zur Veranschaulichung im beigefügten Lageplan der Weg des Rollator-Unfallopfers, der von der Stadtbahnhaltestelle „Berufsschulzentrum“ kommend sich auf dem Nachhauseweg befand und dazu an der Unfallstelle die Straße überqueren wollte.

Auf das Schreiben traf nach über 5 Wochen am 27.10.2018 die Antwort mit der Unfallbeschreibung aus Sicht der Stadtverwaltung ein undc dem Hinweis, es gebe in der Großgartacher 2 signalgeregelte Fußgängerüberwege, die mit kurzen Wartezeiten eine sichere Querung der Großgartacher Straße mit Grün für Fußgänger anbieten würden.
Weiter folgte die Begründung, warum sich der vorhandene Zustand bewährt habe etc.pp. und weshalb eine Abhilfe nicht möglich wäre.
Angeboten wurde jedoch ein Ortstermin, der – auch von mehreren Anwohnern – wahrgenommen wurde.
Dazu wurde an Ort und Stelle ausgeführt, daß der Inhalt des Antwortschreibens keine akzeptable Begründung zur Behebung des in unserem Antrag angeführten Problemfalles darstellt.
Immerhin wurde unter Vorbehalten bekannt, daß es Überlegungen für eine Verbesserung geben soll.
Auch wurde dabei darauf verwiesen und in einem weiteren Schreiben vom 6.11.2018 an die Stadtverwalötung wiederholt, daß wir mit bürokratischen und formaljuristisch formulierten Angaben nicht zufrieden sind, sondern ein Handeln unter Berücksichtigung des normalen Menschenverstandes erwarten.
Zu beachten sei nämlich auch zum Einen die Reaktionszeit des LKW-Fahrers und zum Anderen, daß es sich um einen Rentner mit Rollator handelt, dem selbst auch eine Reaktionszeit zugestanden werden muß.
In unserem Schreiben vom 6.11.2018 an den zuständigen Sachbearbeiter wird weiter darauf hingewiesen:
„Unbestritten – auch von Ihnen – bleibt, daß der Unfall hätte mglw. verhindert werden können, wenn es an dieser Stelle ein klares Signal für Fußgänger gegeben hätte.
Wir weisen nochmals darauf hin, daß es nicht der erste Unfall an diesem Überweg gewesen ist, sondern „nur“ der erste mit tödlichen Ausgang, der sich bis zur Behebung der Schwachstelle jederzeit
wiederholen kann.
Außerdem ist darauf zu verweisen, daß sich innerhalb des während einer Rotphase gesperrten Bereichs auch eine Bushaltestelle befindet, wobei der Busfahrer in Fahrtrichtung keine Übersicht über den Verkehrsstatus hat.
Leider bieten Sie in Ihrem Schreiben außer Rechtfertigungen keinerlei Lösungen an, wiewohl Sie vor Ort angegeben haben, dies mitgeteilt zu haben und dann feststellen mußten, daß dies in dem von Ihrer Amtsleiterin Christiane Ehrhardt unterzeichneten Original-Antwortschreiben, datiert auf 23.11.2018, tatsächlich fehlt.
Sie erklärten dazu, daß eine Verbesserung des derzeitigen Zustandes mittels Einrichtung eines vollständigen ampelgesteuerten Fußgängerüberweges in Arbeit(?) sei und nach einer Lösung gesucht werde.“

Nachdem dazu keine Reaktion erfolgt ist , wurde in der Woche 47 versucht, den zusatändigen Sachbearbeiter telefonisch zu errreichen, um die zwischenzeitlich erfolgte Problemlösung zu erfahren.
Dazu war lediglich der Anrufbeantworter zu erreichen.
Immerhin traf mit Datum Samstag, 23.11.2018 in der folgenden Woche ein Schreiben des Inhalts ein, daß man, wie bereits bekannt, für den Fußgängerüberweg einen neuen Standort der
Signalanlage plane usw.., die Variante würde man „mit anderen Ämtern und der Polizei in der Verkehrsbesprechung diskutieren“.

Da nach wie vor kein Zeithorizont mitgeteilt wurde, wurde unsererseits am gestrigen 5.12.2018 nochmals versucht, diesen telefonisch zu erfragen.
Dabei wurde mitgeteilt, daß erst tags zuvor euine Besprechung vor Ort stattgefunden habe und man nicht wisse, wann entsprechende Maßnahmen zur Entschärfung des von der Stadtverwaltung geschaffenen gefährlichen Überweges ergriffen werden.

Nachdem an uns nach diesem tödlichen Unfall immer wieder aus der Anwohnerschaft zugetragen wird, zu welchen gefährlichen Situationen es täglich an dieser Stelle kommt, besteht hier dringender Handlungsbedarf, der bislang zumindest darin hätte bestehen müssen, den Abschnitt des nicht von einer Fußgängerampel geregelten Bereiches bis zur Verbesserung der Situation abzusperren .
Offenbar nimmt man es seitens der verantwortlichen Stadtverwaltung billigend in Kauf, daß jederzeit ein weiterer schwerer Unfall passieren kann.

Wir bitten daher den Petitionsausschuß dringend, Sorge für eine umgehende Entschärfung der gefährlichen Situation Sorge zu tragen.

Sollte dies Ihrerseits nicht möglich sein, bitten wir, diePetition an den Petitionsausschuß des Bundestags bzw. an den Petitionsausschuß des Europäische Parlaments weiterzuleiten.

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Verfasse einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.