Frevelhafter Biotop-Zustand bei den Böllinger Höfen

Verschwendung von Steuergeldern

Der Gemeinderat der Stadt Heilbronn hatte im Zusammenhang mit der Ausweisung des Bebauungsplanes 44C/12 „Böllinger Höfe“ am 17.12.2012 die Durchführung planexterner Ausgleichsmaßnahmen auf städtischen Grundstücken durch Anlegen und dauerhafter Pflege zum Maßnahmenerhalt beschlossen.

Ausgetrocknete Biotope

Gedacht waren die Maßnahmen als Lebensraum und Fortpflanzungshabitat für die Wechselkröte und Laichgewässer für Erdkröten, Teich- und Bergmolche auf einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern.
Doch davon ist jetzt nichts mehr zu sehen.

Die Anlage befindet sich nicht erst heute im Verlauf eines trockenen Jahres in einem erbärmlichen Zustand.

Von den sich dort angesiedelten Amphibien ist nichts mehr vorhanden.
Sie dürften in Ermangelung der entsprechend vorgesehenen Pflege einfach vertrocknet sein.
Dabei gab es schon beim Beschluß erhebliche Zweifel über Sinn und Zweck der auf Gruned eines Gutachtens geplanten Ausgleichsmaßnahmen.

PRO-Stadtrat Alfred Dagenbach verwies damals bereits darauf hin, daß es von Seiten der Landwirtschaft bessere Lösungen gegeben hätte und stellte die Anlage und Sinnhaftigkeit von Biotopen in der vorgesehenen Erweiterungsfläche in Frage.

Zumal schon nach der Anlage voraussehbar war, daß die eigentlich naturwidrige Anlage mehr Probleme als Nutzen nach sich ziehen wird.
So mußte, um mit genügend Feuchtigkeit das Überleben der Amphibien in dem künstlichen Biotop erhalten zu können, mittels Anhängern beständig Wasser zugeführt werden.

Seit einiger Zeit wird diese Maßnahme eingestellt – mit den jetzt eingetretenen fatalen Folgen für die unter Schutz stehenden Lebewesen.

total verschilft und ausgetrocknet

Alfred Dagenbach: „Offenbar ist es doch so, daß die Ausgleichsmaßnahmen nur durchgeführt werden, um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften nachweisen zu können.
Was danach geschieht, scheint nachrangige Bedeutung zu haben“.

Zudem müssen Zweifel am Wert der dafür erstellten Gutachten haben.
Beides – Gutachten wie die Umsetzung der sich nun als äußerst mangelhaft erwiesenen Anlage – seien nichts anderes als Verschwendung von Steuergeldern.

Es wäre wesentlich sinnvoller gewesen, eine solche Anlage in feuchteren Gebieten etwa in der Aue zwischen Neckar und Neckartalstraße anzulegen.

ausgetrocknet

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2 Gedanken zu “Frevelhafter Biotop-Zustand bei den Böllinger Höfen

  1. Sollten wir nicht die Steuergelder Verschwender und die Gutachter von ihren Aufgaben endbinden und als Steuerexperten in das Finanzamt befördern ?

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