800 Kinder und Jugendliche helfen bei Apfelernte

Großaktion mit Schulen und Kindergärten

An drei Tagen werden in Heilbronn rund 800 Kinder und Jugendliche mit Schüttelstangen und Eimern zur Apfelernte anrücken. Diese Großaktion findet im fünften Jahr des Projekts „AHA! Alles Heilbronner Äpfel“ statt – in diesem Jahr witterungsbedingt etwa zehn Tage früher als sonst. Der zeitliche Schwerpunkt der diesjährigen Ernteaktion liegt auf Donnerstag und Freitag, 20. und 21. September, sowie Montag, 24. September.

Das von den jungen Erntehelfern gesammelte Obst – voraussichtlich rund 15 bis 20 Tonnen von etwa 1000 Apfelbäumen auf den über 30 ökologisch zertifizierten Streuobstwiesen der Stadt Heilbronn – wird in Kooperation mit dem Heilbronner Fruchtsaftbetrieb Gunkel zu naturtrübem Bio-Direktsaft und naturtrüber Apfelschorle verarbeitet und an den beteiligten Einrichtungen verkauft. Partner sind zudem zwei Handelsbetriebe: Erstmals dabei ist die Firma Härdtner, die naturtrübe Bio-Apfelschorle in Glas-Pfandflaschen in ihren Filialen anbietet. Bereits seit mehreren Jahren vertreibt Edeka Ueltzhöfer in kleinem Umfang den Apfelsaft.

„Die für die Vermarktung wichtigen Etiketten werden jährlich neu von den Schülerinnen und Schülern individuell gestaltet“, sagt der freiberufliche Agrar-Ingenieur Christoph Schulz, der das Projekt zusammen mit der Stadt Heilbronn ganzjährig begleitet und organisiert. In eine einheitliche Form gebracht werden die Etiketten mit Unterstützung der Schule für Gestaltung des Kolping-Bildungszentrums Heilbronn.

Zum Abschluss der diesjährigen Sammelaktion auf den Streuobstwiesen werden auf Wunsch auch Führungen in der Mosterei Gunkel angeboten, damit die Kinder den Weg des Apfels vom Baum bis in die Flasche nachvollziehen können. „Durch dieses Projekt entwickeln die Kinder und Jugendlichen ein Bewusstsein für die Bedeutung der Natur und der heimischen Kulturlandschaft einerseits und andererseits auch für die darauf aufbauende Wertschöpfungskette“, erläutert Marianne Fix, die seitens des Schul-, Kultur- und Sportamtes für das Projekt zuständig ist. „Durch das Aufsammeln und Abfahren des Fallobsts verringert sich der Schädlingsdruck und die Krankheitsanfälligkeit der Apfelbäume im kommenden Jahr. Deshalb schätze ich die praktische Obsterntetätigkeit der Schulen und Kindergärten sehr“, sagt Dr. Jürgen Hetzler vom Grünflächenamt, das sich um die ganzjährige Pflege der Streuobstwiesen kümmert.

Finanziert wird das Projekt von der Stadt Heilbronn. Projektpartner sind unter anderem der Fruchsaftbetrieb Gunkel, der Streuobstverein BIOSIN e.V., die Firma Härdtner, Edeka-Ueltzhöfer, der Landwirtschaftsbetrieb Holger Wagner, ehrenamtliche Erntebegleiter, das Grünflächenamt sowie das Schul-, Kultur- und Sportamt.

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