Kripo sucht Zeugen

Weiterhin falsche Polizeibeamte am Telefon

Nachdem bereits am Dienstag und Mittwoch mehrfach sogenannte „Falsche Polizeibeamte“ versuchten, arglose Bürger im Stadt- und Landkreis Heilbronn um ihr Hab und Gut zu bringen, verzeichnet das Polizeipräsidium Heilbronn am heutigen Donnerstag erneut solche Anrufe im gesamten Unterland.

Die Anrufer geben sich als Polizeibeamte aus und berichten zumeist über Einbrüche, die erst vor kurzem in Straßenzügen rund um die Angerufenen stattgefunden haben.
Hierbei so die Betrüger, seien Listen mit Adressen möglicher neuer Einbruchsziele aufgefunden worden.
Anschließend fragen die Betrüger die Angerufenen über Schmuck und Bargeld aus und wollen dies zur Eigentumssicherung abholen.
Bitte reagieren Sie nicht auf solche Anrufe. Geben Sie keine Auskunft über Ihre persönlichen Verhältnisse am Telefon.
Reden Sie nicht mit den redegewandten Betrügern, sondern legen Sie sofort auf und melden Sie derartige Anrufe der „richtigen“ Polizei. Was passieren kann, wenn man sich auf ein Gespräch mit den redegewandten Betrügern einlässt, zeigt ein Beispiel aus Heilbronn.

Wie bereits berichtet, fanden die Betrüger am Mittwoch ein Opfer.
Ein angeblicher Oberkommissar Erwin Bach rief um 10 Uhr eine Heilbronnerin an und erklärte ihr, dass derzeit gegen eine rumänische Bande ermittelt wird.

Bei zwei Festgenommenen habe man Bankdaten von acht Personen gefunden, unter anderem auch von der soeben angerufenen Frau.
Die Kripo gehe davon aus, dass demnächst auch bei ihr eingebrochen werden soll.
Derzeit werde ein durch Heilbronn-Sontheim fahrendes Auto observiert, das vermutlich zu ihr unterwegs sei.

Der Anrufer brachte sein Opfer dazu, den Tresor zu öffnen und das darin liegende Geld, einige tausend Euro, herauszuholen und zu zählen.
Plötzlich teilte er mit, dass zwei Tatverdächtige festgenommen wurden und dass die Polizei nun das Geld der Frau als Beweismittel bräuchte.

Es könnte festgestellt werden, ob die Täter bereits das Geld in den Händen gehabt hätten. Ein verdeckter Ermittler komme gleich vorbei, um das Geld abzuholen.
Die Frau und ihr Mann können dieses um 17 Uhr wieder bei der Kriminalpolizei abholen.
Nach eineinhalb Stunden Gespräch klingelte es und der angebliche verdeckte Ermittler erschien.
Nachdem er das Geld hatte, verschwand er natürlich: Das Geld ist weg.

Der Abholer wurde beschrieben als 20 bis 25 Jahre alter Mann mit einem gepflegten äußeren Erscheinungsbild. Er sprach Hochdeutsch ohne erkennbaren Akzent oder Dialekt.
Der etwa 1,85 Meter große Unbekannte ist sehr schlank und hat sehr kurze, mittelblonde Haare.
Er trug ein sogenanntes Headset am linken Ohr.

Die Polizei geht davon aus, dass der Mann von einem Komplizen an die Wohnung gefahren wurde und hat an Zeugen folgende Fragen:

– Ist der beschriebene Mann am Mittwoch, in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr, in Heilbronn im Bereich der Eberstädter Straße, Ecke Karlstraße oder Goethestraße oder in der Adelberger Straße gesehen worden?

– Fiel jemand dort zu dieser Zeit ein Fahrzeug auf, in dem ein Mann oder ein Frau wartete?

– Kann jemand sonstige Hinweise geben?

Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07131 104-4444 mit der Kriminalpolizei Heilbronn in Verbindung zu setzen.

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