Hilferuf aus der Dammrealschule

PRO Heilbronn bittet dringend um Abhilfe

Kollegium der Dammrealschule beklagt die aktuelle Situation an der Dammrealschule und bittet um Unterstützung.

Dabei wird auf die seit dem Schuljahr 2012/2013 bestehende und bekannte Ausnahmesituation in Folge des Dauerzustandes einer großen Baustelle verwiesen, die neben den Störungen des Unterrichts auch die mangelhafte Parkplatzsituation beinhaltet.

Beklagt wird, daß mit Beginn der ContainersteIlung die Parkplätze vor der Schule der Überdachung der Grundschulsammelstelle weichen mußten und  dem Kollegium die Ersatzparkplätze an der Rollschuhbahn kurzfristig von einem auf den nächsten Tag im Oktober 2017 genommen wurden, ohne ihm einen vergleichbaren Ersatz anzubieten. Erst nach Monaten wurden dem Schreiben zufolge am 18.02.18 fünf Parkplätze für insgesamt 35 Kollegen (!) auf dem Gelände des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes zur Verfügung gestellt.

Diese wurden jedoch bereits nicht einmal ein halbes Jahr später erneut mit sofortiger Wirkung am 16.07.18 gekündigt.

Die Distanz zur Schule über einen Fußweg von 10 Minuten sei zum einen bei schlechter Witterung sehr unangenehm und zum anderen aufgrund des schweren Gepäcks kaum zumutbar gewesen. Da das Kollegium keinen Arbeitsplatz an der Schule habe, seien die Lehrer gezwungen, neben ihren Unterrichtsmaterialien, wie Bücher, Hefte, etc. oder als Fachlehrer, z.B. in Technik, MUM, NWA oder Sport,  auch teils sehr schwere Materialien täglich in die Schule mitzunehmen.

Ebenso sei es sehr zeitaufwändig außerschulische Lernorte, wie das Frankenstadion für den Sportunterricht oder die Bootsstelle der Union Böckingen zum Drachenboottraining und für die Neigungsgruppe Drachenboot, aufzusuchen.

Für zahlreichen außerschulische Partner, Lehrbeauftragte des Seminars, Eltern, usw. sei es ebenfalls schwer, einen Parkplatz in der Nähe der Schule zu finden.

Ungleichbehandlung

Beklagt wird zudem die Benachteiligung gegenüber anderen im Schreiben aufgezählten Schulen, wörtlich:

Wenn man außerdem die Parkplatzsituation an anderen Heilbronner Schulen, wie z.B. der Rosenauschule, der Helene-Lange-Realschule, der Luise-Bronner-Realschule, der Heinrich von Kleist-Realschule oder der Mörike-Realschule, näher beleuchtet, wird klar, dass hier ein eindeutiger Nachteil und eine Ungleichheit für die Dammrealschule und uns Lehrer besteht. Im Gegensatz zur Dammrealschule verfügen diese Schulen nämlich über öffentliche Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe, separate Lehrerparkplätze oder Stellplätze in einem Parkhaus zu einem vergünstigten „Jahresbeitrag“ von 40 €.“

Dagegen bestünden im Gegensatz zu dieser jährlichen Pauschale von 60 € die einzigen Alternativen zu der momentanen Parkmöglichkeit derzeit in der Anmietung eines Parkplatzes im Parkhaus am Bollwerksturm zu einem monatlichen Preis von 60 € oder im Parkhaus des K3 zu 80 €, was somit zu einer jährlichen Zusatzbelastung von bis zu 960 € führen würde. Dies sei aber im Vergleich zu den Parkplätzen anderer Schulen maßlos überteuert und beispielsweise für Teilzeitkräfte oder Lehramtsanwärter, mit einem ohnehin geringeren Gehalt, nicht zu bewerkstelligen.

Geringe Wertschätzung

Beklagt wird außerdem zusammenfassend nicht nur eine unfaire Behandlung und geringe Wertschätzung des bestehenden Kollegiums, das sich bereits den besonderen Herausforderungen einer Innenstadtschule und der zusätzlichen Belastung einer Dauerbaustelle stelle.

Hingewiesen wird auf den Umstand, daß dies zu weitreichenden Konsequenzen führen kann, wörtlich:

„Zum einen könnten sich Kollegen nicht an die Schule gebunden fühlen und an einen besseren Schulort versetzen lassen, was die bereits hohe Fluktuationsrate Heilbronns nochmals verstärken würde. Zum anderen mindert es natürlich auch für zukünftige Lehrer die Attraktivität des ohnehin unbeliebten Standortes Heilbronn und führt somit zu einem enormen Nachteil im Konkurrenzkampf um Bewerber und Bewerberinnen“.

Das Kollegium sei sich zwar im Klaren, daß es keinen rechtlichen Anspruch auf Schulparkplätze habe, bittet aber dennoch um eine Lösung der Problematik.

PRO-Stadtrat Alfred Dagenbach erklärt in einer Stellungnahme dazu:

„Es ist nach unserer Ansicht bereits höchst erstaunlich, mit welchem hohen Verantwortungsbewußtsein die Lehrkräfte unter den derzeit bestehenden Rahmenbedingungen an der Dammrealschule ihren Unterricht abhalten und wir gingen bislang davon aus, daß die im Schreiben aufgeworfenen Probleme von Seiten des Schulträgers bereits vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen im Rahmen einer Gleichbehandlung aller von ihm unterhaltenen Schulen hätten gar nicht erst auftreten können.“

Im Namen seiner Bürgerbewegung PRO Heilronn hat er daher an die Stadtverwaltung diese Anfrage gerichtet und bittet dringend um Abhilfe, Stellungnahme und Rückantwort:

1. Welche Stellungnahme sie zu diesem Schreiben abgibt;
2. welche sofortigen Lösungsmöglichkeiten der Parkplatzprobleme sie hat, beispielsweise
2.1 Erstattung der Mehrkosten für adäquate Parkplätze,
2.2 Anmietung von adäquaten Stellplätzen durch die Stadt,
2.3 welche andere Problemlösung;
3. was sie unternimmt,
3.1 um die Attraktivität des  unbeliebten Standortes Heilbronn für Lehrkräfte zu erhöhen,
3.2 um die im Schreiben genannte hohe Fluktuationsrate Heilbronns zu beenden?

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