Was tun bei Sommerhitze?

Bei den anhaltend hohen Temperaturen von deutlich über 30 Grad Celsius dürften selbst überzeugte Sonnenanbeter ins Schwitzen kommen.

Damit die Gesundheit dabei keinen Schaden nimmt, hat das Städtische Gesundheitsamt ein paar vorbeugende Tipps zusammengestellt:

· Der Tagesablauf sollte den Temperaturen angepasst werden. Nach Möglichkeit sollten körperliche und sportliche Anstrengungen im Freien auf die Morgen- und Abendstunden beschränkt bleiben und in der Zeit von 11 bis 15 Uhr schattenspendende Plätze aufgesucht werden.

· Bei körperlicher Arbeit sollten pro Stunde zwei bis vier Gläser eines kühlen – nicht eiskalten – Getränks verzehrt werden, idealerweise Wasser oder Fruchtsäfte. Auf Getränke mit Alkohol, Koffein und zu viel Zucker sollte verzichtet werden, das trocknet den Körper aus.

· Kinder, ältere Menschen – und auch Tiere! – dürfen auf keinen Fall in geparkten Autos zurückbleiben. Die Wageninnentemperatur kann in kurzer Zeit lebensbedrohlich hoch ansteigen!

· In Gebäuden sollten möglichst kühle Räume aufgesucht werden. Die Wohnung wird am besten nachts und frühmorgens gelüftet. Die stark besonnten Räume sollten tagsüber mit Rollläden und Vorhängen abgedunkelt werden.

· Wer sich im Freien aufhält, benötigt eine Sonnenbrille als UV-Schutz, ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 15 oder höher sowie bei lichtem Haar einen Sonnenhut. Bewährt hat sich eine leichte, nicht einengende Bekleidung in hellen Farben (z. B. Baumwolle). Es empfiehlt sich, jenseits von 30 Grad Celsius Krawatten abzulegen.

· Zum Abkühlung bietet sich eine kühle Dusche oder ein kühles Bad an.

Welche Gesundheitsrisiken bestehen bei großer Hitze?

In Deutschland gibt es auch bei längeren Hitzeperioden bei normaler Lebensführung und ausreichender Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme keine gesundheitliche Gefahren für gesunde Erwachsene. Dennoch belastet Hitze den Körper. Flüssigkeitsmangel, eine Verschlimmerung bestehender Erkrankungen, Hitzekrämpfe und Hitzschlag können die Folge sein. Daher müssen folgende Warnzeichen des Körpers ernstgenommen werden: Kreislaufbeschwerden, Muskelkrämpfe, Bauchkrämpfe, Erschöpfungs- oder Schwächegefühl und ungewohntes Unruhegefühl.

Ersthelfer rufen den Rettungsdienst und bringen die betroffene Person in der Wartezeit an einen kühlen Ort, geben ihr zu trinken, lockern enge Bekleidung, machen kühle feuchte Umschläge und sorgen für Luftzug.

Ein erhöhtes Risiko besteht für Säuglinge und kleine Kinder, Personen mit psychischer Erkrankung, Behinderte oder chronisch kranke Menschen vor allem Herzkranke oder Bluthochdruckkranke sowie besonders ältere, pflegebedürftige Menschen.

Warum besteht für ältere Menschen ein erhöhtes Risiko?

Ältere Menschen trinken weniger, weil im Laufe der Jahre das Durstgefühl abnimmt. Dadurch verringert sich die Schweißmenge und vermindert somit eine Möglichkeit der Wärmeabgabe.

Bestimmte Medikamente, vor allem Psychopharmaka, können die körpereigene Temperaturregulierung beeinträchtigen oder Schweißdrüsenfunktion bremsen. Steigt die Körpertemperatur über 41 Grad, können Verwirrtheit, Bewusstseinstrübung hinzukommen. In diesem Zustand brauchen Menschen dringend Hilfe

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