Moschee in Gefahr oder nur plumper Populismus?

Wende um 180 Grad oder nur Sturm im Wasserglas?

Der geplante Bau einer DITIB-Moschee an der Heilbronner Weinsberger Straße beim Berliner Platz, die ursprünglich nach dem Vorbild der im Kölner Stadtteil Ehrenfeld heftig umstrittenen Zentralmoschee gebaut werden sollte, sorgt nach wie vor Zündstoff – offenbar nun auch bei drei Ratsfraktionen.
CDU, FDP und FWV haben Berichten zufolge in einem Schreiben an OB Harry Mergel ihre Bedenken gegen das geplante Projekt vorgetragen und dabei den Eindruck erweckt, als gäbe es dazu bereits einen Bebauungsplan.
Davon ist PRO-Heilbronn-Stadtrat Alfred Dagenbach aber nichts bekannt und hat deshalb mit der Geschäftsstelle des Gemeinderates Rücksprache darüber gehalten, ob es dazu bereits Pläne gibt, die dem Gesamtgremium vorenthalten wurden.
Dort sei allerdings zumindest offiziell nichts Neues dazu bekannt, so daß die Frage zu stellen ist, was zu diesem plötzlichen Aktionismus mit einer scheinbaren Wende um 180 Grad geführt hat.
Die Bürgerbewegung PRO Heilbronn wehrt sich schon seit Jahren gegen jede Form gegen einen aus ihrer Sicht provokantes Bauwerk, das, wie jetzt offensichtlich auch von den drei Ratsfraktionen erkannt wurde, nur die äußere Hülle für ein Kultur- und Einkaufszentrum unter einer allen Integrationsbemühungen widersprechender Fassade bilden soll.
PRO-Stadtrat Alfred Dagenbach: „Möglicherweise handelt es sich nur um plumpen Populismus im Vorfeld der kommenden Gemeinderatswahlen und ich sage voraus, daß nach den Gemeinderatswahlen  wieder alles so sein wird, wie bisher, denn bislang hat man alles in die rechte Ecke gestellt, was Zweifel an dem Vorhaben aufkommen ließ. So haben wir bereits Ende 2012 binnen kurzer Zeit der Stadtverwaltung über 1000 Unterschriften gegen das geplante Vorhaben vorgelegt und bis heute erhalten wir immer wieder weitere Unterschriften, obwohl wir diese Aktion auf das Erreichen von 1000 Unterschriften begrenzt hatten. Wir werden diese Aktion jedoch sofort wieder aufgreifen, wenn es dazu notwendig wird.
Alfred Dagenbach hatte allerdings erst vor Kurzem bei der Antisemitismus-Debatte im Gemeinderat der Stadtverwaltung vorgehalten, daß es nicht sein kann, „daß die von uns mehrfach angeregte Wiedererrichtung der zerstörten Heilbronner Synagoge von Seiten der Stadtverwaltung nur mit Ausflüchten bedacht wird, aber sie sich um den Bau einer Moschee der staatlichen türkischen Religionsbehörde DITIB ereifert.“

Keine provokante Moschee!

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