„Hoch zu priorisierende Aufgabe“

Offensichtlich ist doch nicht alles nur so harmlos, wie es bisher den Bürgern weisgemacht werden sollte?

Während noch vor wenigen Wochen suggeriert wurde, alles sei nicht so schlimm und es handle sich nur um „subjektives Empfinden“, sieht man sich nun doch gezwungen, endlich genauer hinzusehen, wie der jüngste Polizeibericht offenbart:
„Um sich ein detaillierteres Bild von der Situation am Heilbronner Markt- und Kiliansplatz zu machen, führten Bedienstete des Referats Prävention des Polizeipräsidiums Heilbronn Gespräche mit Einzelhändlern im Bereich der Heilbronner Innenstadt durch“, heißt es da.
Und ohne Details zu nennen, fährt der sorgsam formulierte Bericht fort:
„Die Ergebnisse dieser Gespräche wurden mit Vertretern der Stadt Heilbronn in einem Gespräch erörtert und bewertet.
Sowohl das Polizeipräsidium Heilbronn als auch die Stadt Heilbronn werden weitere Maßnahmen ergreifen, um das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt Heilbronn zu verbessern.
Beide Seiten sehen dies als eine gemeinsame und hoch zu priorisierende Aufgabe an.
So sollen beispielsweise die Präsenzzeiten der Polizei und des Kommunalen Ordnungsdienstes im Bereich Kiliansplatz und Marktplatz erhöht bzw. angepasst werden. Die Stadt wird zudem prüfen, ob vermehrt Streetwork vor Ort eingesetzt werden kann. Hierfür wurden die Träger um ein Konzept gebeten.
Das W-Lan wird in der Innenstadt weiter ausgebaut, zudem wird es auch in den größeren Flüchtlings-Unterkünften montiert.
Außerdem hat das Ordnungsamt bereits veranlasst, dass Demonstrations-Orte in der Innenstadt verteilt werden, soweit das rechtlich zulässig ist.
Die Stadt hat zudem kurzfristig die Reinigungsintervalle im Bereich der Kilianskirche/Windgasse weiter erhöht.
Darüber hinaus lobten Oberbürgermeister Mergel und Polizeipräsident Becker die bisherige intensive Kooperation beider Seiten im Rahmen der Kommunalen Kriminalprävention, im Arbeitskreis ‚Miteinander in der City‘ oder im Kommunalen Suchthilfenetzwerk.
Beide versicherten, die sehr intensiven Dialoge auf den verschiedensten Ebenen auch weiter fortzusetzen.
Für die ‚ausgesprochene Bürgernähe der Polizei‘ sprach OB Harry Mergel seinen Dank aus.“
Die Polizei plagen indessen ganz andere Sorgen: Sie hat zu wenig Personal.
Die dafür verantwortliche Politik hat es versäumt, rechtzeitig auf die gestigenen Anforderungen zu reagieren.
Polizeipräsident Becker wies bei der Vorstellung der Regionalen Polizeilichen Kriminalstatistik 2017:  darauf hin, „dass wir personell momentan nicht optimal ausgestattet sind.“ Daran werde sich aber perspektivisch erst einiges ändern, sobald die starken Ausbildungsjahrgänge (2017: 1.400, 2018 und 2019: jeweils 1.800) zur Verfügung stehen.
„Auf die jungen Kollegen müssen wir aber noch ein wenig warten. Bis dahin werden wir aber in unserem gesamten Zuständigkeitsbereich mit einem zielgerichteten Personal- und Ressourceneinsatz dafür sorgen, dass sich die Bevölkerung sicher fühlen kann – 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag“, erklärte er dazu.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Gedanke zu “„Hoch zu priorisierende Aufgabe“

  1. Im Februar hat die Sozialbürgermeisterin in der Heilbronner Stimme betont, sie fühle sich sicher in Heilbronn, sowie ihre Mutter auch. Es sei doch alles sicher und wir bilden uns diese Unsichrheit nur ein! Nun frage ich mich aber: warum wird dann so ein Aufwand betrieben und dieses wird auch noch mit unserem Steuergeld bezahlt?

    Da wir unmittelbar in der Nähe neben dem Flüchtlingswohnheim wohnen und uns nicht sicher fühlen, weil ab ca. 18.00 Uhr die jungen Herren außer Haus gehen und der Sicherheitsdienst außerhalb des Geländes nicht einwirken kann, da er nur für die Sichheit auf dem Grundstück verantwortlich ist, erhielt ich ein Antwortschreiben von der Stadt Heilbronn vom 19.10.2017. Darin stand, bei einer akuten Bedrohung oder Belästigungssituation soll ich die Polizeidinststelle informieren.

    Zitat aus dem „Echo“ vom 25.03.2018: “Die Konzequenz: Sowohl das Polizeipräsidium Heilbronn als auch die Stadt Heilbronn werden weitere Maßnahmen ergreifen, um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu verbessern. So sollen beispielsweise die Präsenzzeiten der Polizei und des Komunalen Ordnungsdienstes im Bereich Kiliansplatz und Marktplatz erhöht und angepasst werden. Die Stadt wird zudem prüfen, ob vermehrt Streetworker vor Ort eingesetzt werden.“
    Als Abhilfe soll auch WLAN in der Innenstadt, sowie in größeren Flüchtlingsunterkünften montiert werden. Meine Frage dazu: ab wann steht es einem Büger zu, daß ihm ein kostenloses WLAN in seiner Wohnung zu Verfügung seht?

    Ebenso steht im „Echo“, die Stadt habe die Reinigungsintervalle im Bereich der Kilianskirche und der Windgasse weiter erhöht. Dieses lädt mich direkt dazu ein, meinen Müll hier wegzuwerfen. Bekomme ich dann ein Bußgeld in Höhe von 10,00 € bis 25,00 € und andere nicht?

    Angesichts des Sonderaufwands im Reinigungsdienst müßten die Einnahmen der Stadt an dieser Stelle nicht unerheblich sein, aber wahrscheinlich wird dort garnicht kontrolliert, sonst sähe es dort nämlich nicht so aus!“

Verfasse einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.