Der Rathenauplatz und der Kreisverkehr

Bürger sahen im vergangen Herbst die Bauarbeiten zu einer Fahrradspur von der Charlotten- in die Urbanstraße mit Verwunderung

Sie stellten die Frage zu deren Bau:“Es war doch geplant, dass hier einmal ein Kreisverkehr kommen soll. Warum dann jetzt noch diese Fahrradspur bauen? Oder wurde der Umbau auf Jahrzehnte verschoben? Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum man Radspuren direkt an die Hauptverkehrsstraßen baut. Einmal sind die Abgase nicht gerade gesundheitsfördernd und zum anderen ist es doch zu gefährlich an solchen Straßen mit dem Fahrrad zu fahren. Gibt es keine Möglichkeit, diese zwei Wege zu trennen?“

Das fragte deshalb auch PRO-Stadtrat Alfred Dagenbach bei der Stadtverwaltung nach und bekam nach 53 Tagen vom Stellvertretenden Amtsleiter Dirk Herrmann des Straßenverkehrsamtes zur Antwort, richtigerweise hätten sich Bürger an die seit geraumer Zeit vorliegenden Planungsentwürfe für einen Kreisverkehr Rathenauplatz.

Doch die Umqestaltung zum Kreisverkehrsplatz sei in erster Linie aus städtebaulichen Gründen angedacht und aber im Ist-Zustand des Verkehrssystems nicht erforderlich.
„In jüngster Vergangenheit musste insbesondere neueren Entwicklungen im Heilbronner Stadtgebiet mit umfangreichen Umbau- und Neubaumaßnahmen des Straßennetzes Rechnung getragen werden. Als Beispiele möchten wir die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Bundesgartenschau 2019 oder der Neuen Mitte Böckingen nennen. Insofern sieht auch die mittelfristige Finanzplanung der Stadt Heilbronn vor dem Hintergrund der zuletzt erheblichen Investitionen und einem künftig nachhaltigen Investitions­ programm keinen Ausbau des Rathenauplatzes vor“, so Herrmann.

Zudem könn derzeit kein konkreter Planungsansatz im Hinblick auf die zu berücksichtigenden Verkehrs­ ströme verfolgt werden. „Im Zusammenhang mit der noch zu erwartenden Entwicklung des WoIlhausareals spielen Aspekte wie die Auflösung des Einbahnsystems Wilhelm-/Urbanstraße bzw. die Bündelung des Verkehrs in der Urbanstraße eine für einen künftigen Kreisverkehr Rathenauplatz maßgebliche Rolle“.

Hieraus ergäben sich im Vergleich zu den derzeit vorliegenden Richtungsverkehren Änderungen, auf die der Rathenauplatz bzw. ein künftiger Kreisverkehr zwingend auszulegen wäre.
Die Anlage von Radfahrstreifen auf der Fahrbahn entspreche den seit langem geltenden Richtlinien der Radverkehrsplanung und werde von Fachleuten dort gefordert, wo es die Abmessungen des Verkehrsraums zulassen. Auch die Stadt sei bestrebt dies umzusetzen. Das Fahren im Seitenraum weise zahlreiche Gefahrenquellen wie z. B. Grundstückzufahrten oder das Que ren von Einmündungsbereichen auf, die häufig in Unfällen mit Radfahrern resultieren. Die mittlerweile realisierte Fahrradroute Süd wurde insbesondere vor diesem Hintergrund umgesetzt.

Herrmann: „Insofern die von Ihnen zitierten Aspekte Abgase und Gesundheit mit alternativen Routen bei der Rad­ routenplanung zusammenhängen, so möchten wir darauf hinweisen, dass die Hauptverkehrsachsen wie Urban- oder Charlottenstraße selbstverständlich auch für Radfahrer direkte und schnelle Verbindungen darstellen. Insofern sehen wir uns auch dort in der Pflicht eine entsprechende verkehrssichere Infra­ struktur für diese Verkehrsart bereitzustellen.“

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