Merkel: Teure Hubschreiber-Flüge

Als die CDU-Kanzler in Heilbronn am 16. August ihren Wahlkampf zum Pfeifkonzert in Heilbronn veranstalten ließ, wurde sie mit einem vom Steuerzahler finanzierten Hubschrauber eingeflogen.

Vom Landeplatz und wieder zurück ließ sie sich in einer Kolonne aus Staatskarossen fahren, die eigens zu ihren Wahlkampfauftritten kreuz und quer durch die Republik kurven.

Nun hat ihr „Konkurrent“ und Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, bei dieser Praxis ein Haar in der Wahlkampfsuppe gefunden und geißelt die teuren Flüge für Merkels Wahlkampf – vergißt jedoch, daß auch die Kanzler seiner Partei es nicht anders mit den „ihnen zustehenden“ Flügen auf Staatskosten getrieben haben.

Ganz umsonst sind die Helikopter für die Kanzlerin aber auch nicht.
Eine einzige Flugstunde kostet zwar mehr als 18.000 Euro, aber daran muß sich ihre Partei nur mit einem Bruchteil beteiligen.

Denn für solche und andere Zwecke nutzt die Kanzlerin nicht selten einen Hubschrauber der Bundespolizei oder der Flugbereitschaft der Bundeswehr.
Dazu hat sie wie für ein Auto auch einen Anspruch, wenn sie den Termin in ihrer Eigenschaft als Regierungschefin wahrnimmt.
Bei einem Wahlkampfauftritt wird zwar auch die CDU mit zur Kasse gebeten, aber nur bis zu der Höhe, die auch für ein Ticket einer Fluggesellschaft für ein Ticket in der Business-Class fällig würde.

Dasselbe Recht auf solche Hubschrauberflüge haben auch Parteivorsitzende oder Kanzlerkandidaten wie Schulz für einen Zeitraum von zehn Wochen vor einer Bundestagswahl, wenn ihre Partei bereits im Bundestag sitzt – der Rest muß selber sehen, wie er oder sie bei ihren Reisen auf Kosten der Steuerzahler zurecht kommen.

Eine andere Geschichte ist der Aufwand, den die „Öffentliche Hand“ von Polizei bis zu den Kommunen aufzuwenden haben, um Wahlauftritte vor Ort abzusichern.
Dazu hat im Falle des Merkel-Auftritts in Heilbronn am 16.8.2017 PRO-Stadtrat Alfred Dagenbach eine Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet – für deren Beantwortung die Stadtverwaltung sich allerdings wohl ausreichend Zeit bis an die Grenze oder sogar darüber hinaus über die Bundestagswahl lassen werden wird.
Schließlich wird man seine Klientel schonen, so gut es geht…

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