SLK-Kliniken wieder in den Schlagzeilen

Ein Artikel wirft wieder einmal kein gutes Licht auf die SLK-Kliniken

Unter ihrem Geschäftsführer Dr. Thomas Jendges und dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Heilbronns OB Harry Mergel (SPD) sind die Kliniken immer wieder für eine Schlagzeile gut.
Häufige Beschwerden gibt es immer wieder nicht nur über die Zustände in der Notaufnahme.

Jetzt berichtete die Heilbronner Stimme unter der Überschrift „SLK-Klinik dementiert: Keine Überbelegung, keine Personalnot“ am 14.08.2017 über Ärzte die von abgewiesenen Patienten sprechen und von werdenden Eltern, die wegen hoher Auslastung der Geburtshilfe im Gesundbrunnen abgewiesen wurden.

Doch die Pressestelle der Klinik spielt die Vorwürfe herunter und dementiert. „Die Regelauslastung von Kliniken betrage laut Krankenhausplan des Landes 80 Prozent, im Gesundbrunnen lag man in den vergangenen Jahren ‚häufig leicht über diesem Wert‘, nie aber bei 100 Prozent. Aktuell, so die Auskunft, sei die Auslastung ‚bei rund 85 Prozent (kumuliert bis August)'“, schreibt die Tageszeitung.

Eine junge Mutter habe ihr Kind nicht im Gesundbrunnen zur Welt bringen können und stattdessen „eine Klinik im Stuttgarter Raum aufsuchen müssen“.
Die Pressestelle behaupte dagegen,daß in der Geburtshilfe bisher keine Patientinnen abgewiesen worden seien.
Schlimmer noch: „Eine junge Patientin mit Gallenkolik und schwerer Bauchspeicheldrüsenentzündung sei ebenso von der Medizinischen Notaufnahme weggeschickt worden wie ein Patient mit Bluterbrechen“ wird nach Angaben eines Heilbronner Mediziners berichtet.

Auch das wird von der an die Weisungen der Klinikleitung gebundenen Presseabteilung bestritten, eingewiesene Patienten würden nicht abgewiesen, heiße es von dort – lügen die Ärzte?
In der Kritik steht daher einmal mehr die Auskunftsfreudigkeit der Klinik.

PRO-Stadtrat Alfred Dagenbach kommentiert das so: „Der Artikel bestätigt leider den Ist-Zustand bei den SLK-Kliniken und deren Handhabung durch die (letzten Endes auch für die Pressearbeit verantwortliche) Verwaltung. Schade nur, denn der Glanz, in dem sich einige hochbezahlte Herrschaften so gerne sonnen wollen, wird auf dem Rücken der wirklich exzellenten Mitarbeiter ausgetragen, an denen dann auch der Unmut über die vom Management verursachte Zustände hängen bleibt. Aber auch dieser Artikel wird letzten Endes nichts bewirken können. Die heile Heilbronner Welt muß ja schließlich erhalten werden. Da kann es keine Fehler geben“.

Dazu verweist er auf eigene Erfahrungswerte, die er als klassisches Beispiel mit dem Umgang der Klinik mit seiner letzten Anfrage selbst zum wiederholten Male gemacht hat.
Dabei brachte man es fertig, gestellte Fragen nicht oder nur ausweichend zu beantworten, aber andere Probleme, die gar nicht gefragt waren, gerechtfertigt wurden.
Der Bemerkung in der Anfrage: „Offensichtlich handelt es sich um Folgen von Kosteneinsparungen zu Lasten von Personal und Hygiene“ wurde jedenfalls nicht widersprochen,erklärt Alfred Dagenbach dazu.

Vorwurf: Schwerkranke Patientin wurde einfach sitzen gelassen
Auf den Stimme-Artikel hat auch ein Leser reagiert.
Er schreibt in einem Leserbrief an die Tageszeitung:
Laut Pressemitteilungen seitens der SLK sollen angeblich eingewiesene Patienten nicht abgewiesen werden. Selbst gemachte Erfahrung entlarvt diese Aussage als Lüge.
Aus eigener leidvoller Erfahrung im engsten Familienkreis, durch eine Krebspatientin im Endstadium, habe ich erfahren und miterleben müssen, wie im SLK Heilbronn sogar mit Schwerkranken verfahren wird.
Nach Nebennieren- und 2 Jahre später Lungentumor, ist die betroffene Patienten im Februar diesen Jahres mit Krampfanfall als akuter Notfall in das SLK eingeliefert worden. Obwohl die Patientin als Krebspatient bekannt ist, konnte eine Aufnahme in der Onkologie nicht erfolgen, da diese überbelegt war. Festgestellt wurde ein Tumor im Gehirn. Fast 2 Wochen musste die Patientin unbehandelt im SLK verbringen, bis sie dann endlich in ein SLK -Krankenhaus nach Ludwigsburg, zu weiteren Abfertigung verlegt wurde.
Die Patientin leidet zudem an COPD Gold 4, hatte vor 2 Jahren eine Lungenkrebs-OP. Jede Exacerbation bedeutet bei solch betroffene Fällen akute Lebensgefahr. Im Mai diesen Jahres wurde die Patientin von ihrem Hausarzt mit Verdacht auf Lungenentzündung als akuter Notfall in das SLK Heilbronn eingewiesen.
Ich selbst habe die Patientin, meine Familienangehörige, Vormittags in die SLK-Notaufnahme begleitet. Während der Wartezeit wurde ich selbst Zeuge, dass andere Patienten mit Überweisung ihrer Hausärzte als Notfälle, wegen Überfüllung abgewiesen wurden. Dies blieb meiner Familienangehörigen zwar erspart, nach 1 Stunde Wartezeit nahm man sich ihrer in der Notaufnahme an, erklärte dann aber auch nach 2 weiteren Stunden, dass man überbelegt sei, man wollte sich aber wegen einem Platz in einem anderen Krankenhaus bemühen. Im Irrglauben, dass meine Familienangehörige in besten Händen sei, sie bestens versorgt würde, verliess ich dann um ca. 14:00 Uhr die Notaufnahme. Um ca. 21:30 Uhr Abends erhielt ich einen Anruf, nicht vom Krankenhaus, sondern von meiner Familienangehörigen. Sie saß noch immer in der Notaufnahme des SLK-Heilbronn, abgestellt in einem Raum, den ganzen Tag ohne jegliche Versorgung, ohne Essen, ohne etwas zu trinken. Ich bin dann selbst mit Essen und etwas zu trinken in die Notaufnahme gefahren um meine Familienangehörige wenigstens mit diesem Notwendigsten zu versorgen.
Vom späten Vormittag, bis in die Nacht um 23:00 Uhr über eine Zeitdauer von 13 Stunden, hat man im SLK-Heilbronn eine Krebspatientin im Endstadium, eingewiesen von ihrem Hausarzt als akuter Notfall, mit Verdacht auf Lebensgefahr, abgeschoben in einem Behandlungszimmer, völlig auf sich allein gestellt, ohne Versorgung jedweder Art, einfach sich selbst überlassen, bis dann endlich um ca. 23:30 Uhr der Transport in das Krankenhaus Möckmühl durchgeführt wurde.
Die Aussage der SLK-Leitung Heilbronn, dass eingewiesene Patienten von diesen nicht abgewiesen werden, ist entweder eine Lüge oder die SLK-Leitung ist völlig desorientiert was ihre Aufgabe und Verantwortung ist. Beides ist auf jeden Fall ein untragbarer Zustand. Wirklich unerträglich aber ist, dass in Sachen SLK-Heilbronn offensichtlich bewusst die Wahrheit nicht bekannt werden soll.
Ich hatte mich nach diesem Vorfall mit der Presse in Verbindung gesetzt, wo mir auch bestätigt wurde, dass die Beschwerden über die unhaltbaren Zustände im SLK-Heilbronn keine Einzelfälle und bekannt sind. Der Redaktion sei aber die Hände gebunden, da dieser von oberster Stelle angewiesen wurde nur positiv über das SLK-Heilbronn berichten zu dürfen.

Offensichtlich soll nun dieser Leserbrief auch schon abgewiesen worden sein.
Dabei kam nach Auskunft unseres Informanten damals, im Mai dieses Jahres, erschwerend noch hinzu, daß die Patientin seit ihrer Lungenkrebs-OP vor 2 Jahren täglich für 24 Stunden sauerstoffpflichtig ist.
Sie wurde, als sie in der Notaufnahme des SLK-Heilbronn in einem geschlossenen Raum den ganzen Tag ohne jegliche Versorgung, ohne Essen, ohne etwas zu trinken in einem Stuhl sitzen gelassen wurde, noch nicht einmal mit dem für Sie lebenswichtigen Sauerstoff versorgt.

Siehe auch:

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