Wahlgetöse auf Neujahrsempfang

logo-bdvTraditioneller Empfang des Bundes der Vertriebenen (BdV)

Beim Neujahrsempfang des Bundes der Vertriebenen (BdV)am Samstagvormittag konnte der erste Vorsitzende Harald Wissman wieder einen vollbesetzten Saal vorfinden.
Wissmann verglich nach seiner Begrüßung der zahlreich erschienenen Ehrengäste in seinem anschließernden Referat das Flüchtlingsgeschehen, das in Folge des 2. Weltkrieges zur Gründung des BdV geführt hat, mit den heutigen Anforderungen an Politik und Gesellschaft durch die jüngste Flüchtlingswelle, die Deutschland überrollt.
Zugleich gab er ein Schreiben des Liegenschaftsamtes bekannt, wonach das „Haus der Heimat“ künftig wegen des fehlenden Brandschutzes nur noch reduziert genutzt werden können soll.
Auf jedem Stockwerk dürften sich nur noch 15 Personen aufhalten und ein zweiter Rettungsweg soll vom BdV eingerichtet und finanziert werden.
Harald Wissmann appellierte sofort an die anwesenden Kommunalpolitiker und den Finanzbürgermeister Martin Diepgen, in dessen Ressort dieses Schreiben fällt, den BdV dagegen zu unterstützen.
bdv-trachtenchorUnterstützung darin wurde auch nach einem von mehreren Auftritten des kleinen, aber feinen Trachtenchor der Vertriebenen von allen Grußwortrednern gegeben.
Die Grußworte erinnerten allerdings überdeutlich an Wahlkampfauftritte.
Dieses Jahr sind bekanntlich Bundestagswahlen und dazu werden schon frühzeitig solche Veranstaltungen zur Selbsprofilierung genutzt.
So nutzten mit Josip Juratovic (SPD), Alexander Throm (CDU) und Michael Link (FDP) gleich drei Bewerber die Veranstaltung dazu, auch die Grünen-Landtagsabgeordnete Susanne Bay stand bei den einschlägigen Werbungen für die jeweilige Stimmabgabe nicht nach, bei der sich nach dem Brexit und dem Trump-Erfolg die Angst vor dem Einzug der AfD wie ein roter Faden durch die teils jammervollen Darbietungen zog.
Mancher selbstdarstellerische Auftritt mag auch wegen seiner endlichen Beendigung mit Beifall bedacht worden sein.
PRO-Stadtrat Alfred Dagenbach war „froh, keine Wahlrede halten zu müssen“ und erinnerte seine Vorredner daran, daß „wir in einer Demokratie leben, in der die Meinungsfreiheit“ gelte.
Demnach sollten die Politiker sich erst einmal fragen, weshalb es in den USA, Polen, Ungarn und anderswo zu solchen Wahlergebnissen komme.
Er vermisse eine Politik mit dem Ohr am Volk, stattdessen dominiere offensichtlich die Angst um den warmen Sessel in den Parlamenten.
Stattdessen lobte er den Mut des ehemaligen Heilbronner BdV-Vorsitzenden Georg Märtsch, der seinerzeit wegen seiner Unzufriedenheit über die Vertriebenen-Politik aus der SPD ausgetreten war und „zog den Hut“ vor dem gleichen Schritt, den die bisherigen Bundesvorsitzende des BdV, Erika Steinbach, mit dem Austritt aus der CDU vollzogen hat.
Der BdV-Landesgeschäftsführer Hartmut Liebscher schloss die Runde der Grußwortgeber mit der Zusage, sich für den Erhalt des „Hauses der Heimat“ einsetzen zu wollen.
Die Bürgerbewegung PRO Heilbronn hat dazu bereits eine Anfrage an die Heilbronner Stadtverwalung gestellt.

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