„Heilbronn Barometer“: Die Akzeptanz der „Bereicherung“

Umfrage

Erstaunliches kommt zutage: Heilbronn soll wieder einmal die Insel der Glückseligkeit sein.

Nach der Schönfärberei der Kriminalstatistik nun diesmal auch, was die Akzeptanz der „Bereicherung“ betrifft.
Das bringen nur linke Populisten fertig.
Sie lassen mit öffentlichen Geldern Statistiken anfertigen, die schon mit der Fragestellung das erwünschte Ergebnis produzieren.
Nicht etwa, daß nun diese Statistik, die im Auftrag der Stabsstelle Partizipation und Integration mittels einer Telefonumfrage des Heilbronner Institut für angewandte Marktforschung an der Heilbronner Hochschule analog Churchills Worten „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“, erstellt wurde.
Nein, die von dort vorgelegte Dokumentation ist nach Auskunft des Institutsleiters Dr. Joachim Allhoff nach allen wissenschaftlichen Regeln erfolgt.
Die Auswahl der Befragten erfolgte über ein unabhängiges zweites Institut erfolgt ist.
Von diesem wurden per Zufallsgenerator Telefonnummern ausgewählt, deren Inhaber dann ohne den Anschlußinhaber zu kennen durch die Studenten der FH angerufen und befragt wurden.
Dabei sei erwartungsgemäß über die erfolgreichen Kontakte hinaus auch eine große Anzahl Fehlanrufe zu verzeichnen gewesen.
So gesehen, ist die Umfrage auch als repräsentativ zu werten, wiewohl es aber bei genauerem Hinsehen keinen Grund mehr gibt, die euphorische Auslegung seitens der Stadtverwaltung mit OB Mergel an der Spitze zu teilen.
Der Hund liegt nämlich in der von der von der Stadt vorgegebenen Fragestellung begraben.
Daß das Ergebnis zum Thema „Heilbronn Barometer“ auf Suggestivfragen beruht, offenbart mit dem Eingeständnis, ganz bewußt habe man eine „Sorgenfrage“ an den Anfang gestellt niemand Geringeres als die Chefin der die Umfrage in Auftrag gebenden Stabsstelle Partizipation und Integration, Roswitha Keicher, höchstselbst.
Und OB Mergel lobt natürlich das Ergebnis selbstredend, unterstreicht es doch die weniger integrative als mehr multikulifördernde Politik seiner Amtsführung.
So kann man mit der übrigen Fragestellung trotz der erkennbar negativen Beantwortung der „Sorgenfrage“ zu einer ganz anderen Auslegung als die deutschlandweite(!) Umfrage der Universität Bielefeld zur Willkommenskultur kommen und die Stadtverwaltung sich selbst ins bessere Licht stellen.
Schon qualitativ hält die Heilbronner Umfrage in der Fragestellung einem Vergleich mit der Umfrage aus Bielefeld nicht stand.
Allein die „Sorgenfrage“: „Ich habe Sorge, dass sich durch die Zuwanderung v. Flüchtlingen die Art und
Weise, wie wir in Heibronn und Umgebung leben, zu stark verändern wird“, ergibt als einzige nicht suggestive Grundsatzfrage schon ein ganz anderes Ergebnis.
umfragehnNur 15 Prozent stimmen dieser nämlich „voll und ganz“ zu, weitere 19 Prozent können zwar nicht „voll und ganz“, aber doch noch zustimmen – macht zusammen gerade einmal 34 Prozent.

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Aber 23 Prozent stimmen nicht und 20 Prozent stimmen überhaupt nicht zu, also zusammen 43 Prozent, während nochmals 23 Prozent ihre Bedenken mit der Antwort „teils,teils“ haben.
Die übrige Fragestellung grenzt bewußt kritische Punkte, zum Beispiel Ängste vor der durch die Migrationspolitik zunehmende teils schwerer Kriminalität, aus.
Hierzu und den dadurch entstehenden sozialen, gesellschaftlichen, finanziellen und ökonomischen Probleme werden keine Fragen gestellt.
Vielmehr wird suggestiv nach Allgemeinplätzen gefragt, die rein faktisch gesehen selbst von jenen, die von den Multikulti-Befürwortern in eine rechtsextreme Ecke gestellt werden, überwiegend bestätigt werden können.
Gerade die Gefahr, mit einer unerwünschten Beantwortung von Suggestivfragen geoutet zu werden, ist die Crux vieler Umfragen, weshalb man erst recht diese Umfrage als keinesfalls repräsentatives Barometer werten kann und darf.
Zur Dokumentation gehört auch die Auflistung der Kategorien der befragten Bürger.
Sie stellt unter dem Punkt „Migrationshintergrund“ eine Beantwortung durch 31% in der Stadt Heilbronn lebender „Migranten“ dar, während diese laut 2. Integrationsbericht der Stadt Heilbronn 48,5% betragen sollen.
Doch darin enthalten sind auch Deutsche, die als Flüchtlinge, Vertriebene oder Spätaussiedler in die Stadt gekommen sind.
Eine Auflistung der Abgefragten mit echtem ausländischem Hintergrund fehlt in dem somit auch aus diesem Grund zweifelhaften „Barometer“, denn so repräsentiert es in keiner Weise die Meinung der hier lebenden deutschstämmigen Bevölkerung allein und daß zugewanderte Migranten die Dinge aus ihrer Sicht anders bewerten, verfälscht den Sinn einer solchen Umfrage zusätzlich in die von den Machern gewünschte Richtung.
Aber hier soll ja lediglich das Mittel den Zweck erfüllen.

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